Tag des offenen Denkmals

Beindruckende Denkmale - Rückblick auf den Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 09. September 2018 stand unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet". Rendsburg konnte mit etlichen Denkmalen aufwarten, die verbinden oder mit denen man etwas verbindet. Viele Eigentümer und Betreiber der Denkmale wurden begeistert, ihre Objekte oder Gebäude einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Insgesamt waren in der Stadt 15 Denkmale zugänglich. Bei bestem Wetter und Sonnenschein kamen über 300 Personen, um das vielfältige Angebot anzunehmen.
Einige Schlaglichter spiegeln das große Interesse wieder:

Vor dem Rundgang durch die Schule erklang die Orgel. In der gut besuchten Aula des Helene-Lange-Gymnasiums stimmte der Mittel- und Oberstufenchor die rund 60 Besucher auf die Führung ein. Nach dem Auftritt enthüllte Musiklehrerin Marthe Schauer die Orgel und spielte ein kurzes Stück. Viele Besucher waren überrascht, dieses alte und spielfähige Instrument erleben zu dürfen.

Anschließen begann Geschichtslehrer Herr Kadow-Leder seine fachkundige Führung. Er setzte sich mit Baugeschichte und den vielen Baudetails des Gebäudes auseinander. Beim Rundgang im Außengelände erläuterte er die städtebauliche Einbindung der Schule. Kleine Anekdoten aus dem Neuwerk, dem Schulalltag und das Ende in einem symbolträchtigen Raum, dem Turmzimmer, bescherten den Teilnehmern eine Stunde.

In direkter Nachbarschaft führte Fachbereichsleiter Frank Thomsen aus dem städtischen Bauamt eine interessierte Besuchergruppe über das Gelände der ehemaligen Eiderkaserne. Die Fläche ist zur Zeit das größte städtebauliche Entwicklungsprojekt der Stadt. Thomsen erläuterte vor dem Rundgang die städtebauliche Bedeutung des Areals und die Konzeption für zukünftige Nutzungen.
Es gab auch offene, ansonsten unzugängliche Denkmale. Das ehemalige Offizierskasino harrt einer Nachnutzung. Die Fenster sind von außen mit Platten verschraubt, um Zerstörungen und Vandalismus vorzubeugen. Im Inneren ermöglichte Thomsen den 50 Besuchern eine Besichtigung aller Räume. Nach einem weiteren Rundgang über das Areal öffnete er eines der drei ehemaligen Reitstallgebäude. Dieses Gebäude zog bis in den Nachmittag hinein immer wieder Neugierige an, die Auskunft zu den Gebäuden und deren möglichen Nachnutzungen erhielten.

Weitere ansonsten nicht zugängliche Denkmale öffnete Ingolf Bädtker in der Alten Kieler Landstraße. Die ehemaligen Speichergebäude wurden von der Bundeswehr aufgegeben. Die drei im Jahre 1937 als Kornspeicher gebauten Gebäude werden zur Zeit zu Wohngebäuden umgebaut. Das erste sanierte Gebäude ist bereits bezogen, das westliche Gebäude befindet sich im Endausbau. Das nahe den Bahngleisen stehende Gebäude ist unsaniert und wird für eine Sanierung vorbereitet. Im Innern erläuterte Bädtker den 40 Interessierten die Tragstruktur des Stahlbetonskelettbaus.
Im Anschluss besichtigte die Besuchergruppe das im Bau befindliche Speichergebäude. Hier konnte Bädtker den schonenden Umgang mit historischer Bausubstanz demonstrieren. Zugleich erhielten die Besucher einen Eindruck vom Wohnen in alten Gemäuern inmitten der Stadt.

"Entdecken, was uns verbindet" stellte Frau Dr. Frauke Dettmer im Dr. Bambergerhaus ihrem Rundgang voran. Die 20 Besucher konnten anhand von Fragekarten erfahren, welche Elemente und Gebräuche die jüdische und die christliche Kultur verbinden. Sie zeigte aus, dass die christliche Religion und der Gottesdienst viele Parallelen zum mosaischen Glauben aufweist. Mit diesem Vorwissen führte Frau Dr. Dettmer die Gruppe durch das Jüdische Museum.

In Rendsburg boten vier Kirchen Interessierten die Möglichkeit, sich über Denkmale zu informieren. Beispielhaft sei die Führung in der katholischen St. Martin-Kirche beschrieben. Die Kirchenführerin Magdalene Brodersen entführte die kleine Besuchergruppe in die Entstehungszeit der Kirche 1967. Die Leichtigkeit des Baus beruht auch in dem Kirchendach, eine Hyperparabloid-Schalenkonstruktion, die nur auf 4 Punkten ruht. Das für damalige Zeit "bunte" Lichtband der umlaufenden Traufenverglasung taucht die Kirche stets in helles Licht. 

Eine Neugestaltung erfuhr auch das "Eiderschlösschen" auf dem Areal der ehemaligen Eiderkaserne. Nach Jahren des Leerstands und Verfalls rettet ein Investor dieses markante Gebäude. Im Frühling bezog das Jobcenter die Räume. Maren Marwede vom Jobcenter führte die 60-köpfige Besuchergruppe durch das Gebäude. Sie war stolz, das schön restaurierte und in Absprache mit der Denkmalpflege umgebaute Gebäude zu zeigen. Im Inneren waren viele Besucher über die behutsam vorgenommenen Einbauten mit hochwertigen Materialien erstaunt. Das "Eiderschlösschen" ist mit dem Jobcenter zu einem Kristallisationspunkt für das zu erschließende Gelände geworden. Die Besucher konnten entdecken, dass auch neue Nutzungen von Denkmalen verbinden können.

 

 

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