Fairtrade

Auszeichnung "Fairtrade-Stadt Rendsburg"

Mit diesem Logo darf Rendsburg ab dem 3. Juli 2015 für sich werben
Steuerungsgruppe Fairtrade lädt ein zur Auftaktveranstaltung Fairtrade-Stadt Rendsburg

Die Bewerbung Rendsburgs um den Titel "Fairtrade-Stadt" war erfolgreich. Die offizielle Übergabe der Urkunde "Fairtrade-Stadt Rendsburg" durch den Ehrenbotschafter der Fairtrade-Town-Kampagne, Herr Daniel Caspari, Verein TransFair Deutschland e. V., an Bürgermeister Pierre Gilgenast erfolgt im Rahmen einer Auszeichnungsfeier am Freitag, den 3. Juli 2015, ab 15:00 Uhr auf dem Altstädter Markt.

Nach der Verleihung wird es bis etwa 18:30 Uhr eine Fairtrade-Auftaktveranstaltung mit einem bunten Rahmenprogramm geben. Schüler der Waldorf-Schule sowie "frau herzog" präsentieren eine Modenschau mit fair gehandelter Bekleidung und bieten eigene Produkte aus fair gehandelten Materialien an. Der Weltladen Rendsburg und weitere Initiativgruppen laden zu Verköstigungen ein und informieren über ihre Arbeit und über das Thema "Fairtrade" allgemein. Es wird fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt und Kuchen mit fair gehandelten Produkten angeboten. Als weithin sichtbares Zeichen des Engagements werden Luftballons aufsteigen und Give-Aways werden verteilt.

Was sind "Fairtrade-Towns"?

Fairtrade-Towns fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen. Und das nicht ohne Grund, denn das Thema Fairer Handel liegt im Trend: In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.

Auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt Rendsburg"

Die Initiatoren des Projektes „Fairtrade Stadt“, Dorothea Heiland für den Weltladen und Jan Wedekind mit einer Schülerprojektgruppe für die Freie Waldorfschule Rendsburg, haben gemeinsam mit dem Tourismus- und Stadtmarketing den Weg für eine Bewerbung Rendsburgs als Fairtrade-Stadt vorbereitet. Die Ratsversammlung hatte am 25. September 2014 beschlossen, dass sich Rendsburg um das Siegel „Fairtrade Town“ bewerben soll.

Unzählige Gespräche wurden mit Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen und Unternehmen geführt. Einerseits machten die Initiatoren so auf das Thema fairer Handel aufmerksam. Andererseits kann das Siegel „Fairtrade Stadt“ nur dann beantragt werden, wenn sich bereits eine vorgegebene Anzahl örtlicher Akteure aktiv durch Verkauf oder Nutzung fair gehandelter Produkte engagiert. Beeindruckend für die Projektteilnehmer war die Vielfalt der bereits vorhandenen Engagements und die Fülle der angebotenen und genutzten fairen Produkte: Schulen thematisieren den fairen Handel, Geschenkekörbe werden mit fair gehandelten Produkten bestückt, ein Restaurant hat eine Speisekarten mit fair gehandelten Speisen und Getränken im Angebot.

Im Februar waren alle erforderlichen Bedingungen für eine Bewerbung erfüllt und Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast konnte den offiziellen Bewerbungsantrag unterzeichnen. Mit dem Antrag zeigt sich Rendsburg als innovative und weltoffene Stadt und bietet Anstöße für neue Projekte mit neuen Kooperationspartnern. Die Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger ist nicht zu unterschätzen - bereits jetzt sympathisiert ein Drittel der Deutschen mit der Idee des fairen Handels. Eine gute Grundlage, um den Fairen Handel aktiv zu unterstützen und die Idee in der Stadt weiter bekannt zu machen.

Weltweit gibt es in 24 Ländern über 1.500 Fairtrade-Towns, darunter London, Rom, Brüssel oder Kopenhagen. In Deutschland gibt es aktuell 336 Fairtrade-Städte.

Die wesentlichen, von TransFair vorgegebenen Kriterien, um als Fairtrade-Stadt anerkannt zu werden sind:

  • es muss ein politischer Beschluss zur Unterstützung des Fairen Handels vorliegen. Außerdem muss in öffentlichen Sitzungen fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt angeboten werden
  • Gründung einer Steuerungsgruppe, die die Aktionen in der Gemeinde begleitet und koordiniert. Die Steuerungsgruppe muss aus mindestens drei Mitgliedern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bestehen.
  • In Abhängigkeit von der Einwohnerzahl der Stadt musste Rendsburg nachweisen, dass mindestens sechs Händler, drei gastronomische Betriebe, eine Schule, ein Verein und eine Kirche mindestens je zwei Produkte aus Fairem Handel anbieten oder in Projekten thematisieren
  • die Zivilgesellschaft muss aktiv eingebunden werden, das heißt es müssen z. B. Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel durchgeführt werden.

In Rendsburg gehören der Fairtrade Steuerungsgruppe folgende Personen und Institutionen an:

Stadt Rendsburg, Bürgermeister Pierre Gilgenast
Stadt Rendsburg, Susanne Mau, Sprecherin der Kommune zum Thema Fairtrade
Freie Waldorfschule Rendsburg, Jan Wedekind (Lehrer) sowie Schüler der Projektgruppe Fairtrade
Weltladen Rendsburg, Dorothea Heiland
Edeka Hauschildt, Marco Hauschildt
Zentrum für kirchliche Dienste, Henning Halver
Tourismus Mittelholstein e. V., Monika Heise
Vorsitzender des Senats, Helge Hinz
RD-Marketing e. V., Anke Samson (Sprecherin der Steuerungsgruppe)

Die Auftaktveranstaltung "Fairtrade-Stadt Rendsburg" wurde von der Steuerungsgruppe organisiert.

Ansprechpartner:

Sprecherin der Steuerungsgruppe:
Anke Samson
RD-Marketing e. V. / Tourismus- und Stadtmarketing
Schiffbrückenplatz 17
24768 Rendsburg
Tel. 0 43 31 - 438 400
mail: info(at)rd-marketing.de

Fairtrade-Sprecherin der Kommune:

Susanne Mau

Stabsstelle Bürgermeister

Tourismus- und Stadtmarketing

Schiffbrückenplatz 17

24768 Rendsburg

Tel. 0 43 31 / 148 09 99